Chronik


Start

Gründung

Der SK Frankenthal blickt auf eine lange und erfolgreiche Vergangenheit zurück. Schon 1875 wurde in Frankenthal eine „Schachgesellschaft“ gegründet, deren Mitglieder sich wöchentlich in einem Café trafen, um zu spielen und Partien zu analysieren. Dieses „Kaffehaus-Schach“ fand allerdings noch nicht in einem geregelten Spielbetrieb statt, sodass das Jahr 1921 als Geburtsstunde des heutigen Schachklubs gilt. Noch im gleichen Jahr erfolgte die Gründung des Pfälzischen Schachbundes, dem der SK als Gründungsmitglied bis heute angehört.

Anfang

Die Ersten Jahre

Nach der Ausrichtung des 4. Pfälzischen Schachkongresses 1926 und einem starken Mitgliederzuwachs, etablierte sich der SK schon früh in der ersten Reihe der pfälzischen Schachvereine. Zahlreiche Veranstaltungen, wie die Simultanvorstellung von Großmeister Efim Bogoljubow (1929), trugen zur Attraktivität des Spielbetriebs bei, der ab 1936 in das Gasthaus „Zur Ax“ verlegt wurde. Der 2. Weltkrieg beendete die Aufbruchsstimmung jedoch: bei den Luftangriffen 1943 auf Ludwigshafen und Frankenthal wurde das Spiellokal vollständig zerstört.

Neuanfang

Neuanfang

Nach dem Krieg übernahm Gustav Mappes (1903-1976), eines der sieben Gründungsmitglieder, erneut die Führung des Vereins und brachte die versprengten Mitglieder erneut zusammen. Seine Arbeit wurde ab 1952 von Erwin Massong (1921-1960) fortgesetzt, der, auch später als Präsident des pfälzischen Schachbundes, wie kein anderer das pfälzische Schach der 50er Jahre förderte. Seit 1961 unterhält der SK freundschaftliche Beziehungen zur den Schachvereinen der Frankenthaler Partnerstädte Colombes (Frankreich) und Legnano (Italien), eine Tradition, die bis heute fortgeführt wird. Die Spielabende wurden in den 60er Jahren mit neuen Turnierformen, wie Mannschaftsschnellturnieren, und Veranstaltungen, wie Ausflüge und Faschingsveranstaltungen ergänzt. Die Frankenthaler Jugendarbeit machte sich in einem spielstarken Nachwuchs bemerkbar und mit den Pfalzmeistertiteln von Oskar Rahn und Gertrud Scholz 1968 begann die „goldene Ära“ des Vereins.

Erfolge

Die „Goldene Ära“

Der SK Frankenthal stieg bereits 1967 in die Saar-Pfalz-Oberliga, damals die höchste Spielklasse, auf und dominierte diese über die Folgejahre. 1970 gelang es Frankenthaler Spielern sämtliche pfälzischen Mannschafts- und Einzelmeistertitel zu erringen. In der Saison 1975 / 76 belegte der SK den 2. Platz in der 1. Bundesliga. Nach der Neuordnung der Verbände wurde die 1. Mannschaft in der Saison 1979 / 80 nach einem 5. Platz in die 2. Bundesliga versetzt. Zeitgleich gelang der 2. Mannschaft (!) die Meisterschaft in der Oberliga Südwest, durfte jedoch nach damaliger Spielordnung nicht ebenfalls in die Bundesliga aufsteigen.

80er Bis Heute

Die 80er Bis Heute

Die 80er Jahre waren von zahlreichen Spieler- und Klubheimwechseln geprägt, was sich auch sportlich bemerkbar machte, sodass der SK nicht mehr an die Erfolge der 70er anknüpfen konnte. 1987 / 88 musste die 1. Mannschaft den Abstieg in die Oberliga hinnehmen, 1992 / 93 in die 1. Rheinland-Pfalz-Liga. Seitdem sind mehrere Wiederauf- und Abstiege erfolgt. Als positiver Effekt daraus erfolgte eine verstärkte Orientierung an der breitensportlichen Ausrichtung des Vereins, sodass das Engagement in der Jugendarbeit noch einmal vertieft wurde, eine bis heute anhaltende Tradition. Anfang der 90er konnte der SK ein neues Spiellokal beziehen, das in Schachkreisen Seinesgleichen sucht. Im ehemaligen Vereinsheim des Fußballklubs DJK/VFL am Rande Frankenthals ist der Schachklub noch heute zuhause.